Ein Coach hat die Aufgabe einer mentalen Unterstützung. Man kennt diesen Begriff aus dem Sport, neben einem Trainer hat eine Mannschaft häufig einen Coach. Der Trainer hat die Aufgabe, konkretes Verhalten zu ändern. Der Coach hat die Aufgabe, dazu die Unterstützung anzubieten. Viele Führungskräfte in der Wirtschaft holen sich einen Coach. Im Gegensatz dazu: Mitarbeiter werden gecoacht.

Die Arbeit am Telefon und im Call Center bedeutet neben einer Fließbandkommunikation auch eine hohe mentale Belastung. Hierfür wird Unterstützung gegeben oder verordnet. Coaching ist dabei vom Training-on-the-job abzugrenzen. Insgesamt gibt es ein heilloses Begriffswirrwarr in diesem Bereich. Das Ziel bleibt gleich: Neben der Trainingsunterstützung erfolgt eine individuelle und mentale Stärkung durch Coaching. Es wird nicht über Verhalten gesprochen, sondern über Einstellung.

Instrument der Personalentwicklung: Coaching

Am leichtesten lässt sich Coaching anhand der Zielsetzung unterscheiden:
Gleich im Anschluss an das Training ist das Coaching zur Implementation sinnvoll. Die Widerstände und Hindernisse auf dem Weg die Trainingsinhalte umzusetzen, werden direkt am Tag nach dem Training angegangen.

Nach einiger Zeit schleichen sich viele der alten Gewohnheiten wieder ein. Diese erneut anzugehen ist die Aufgabe des Check-up-Coachings. Die alten Gewohnheiten werden erneut auf den Prüfstand gestellt. Das ist ein wesentliches Instrument zur Sicherung Ihrer Investition in ein Training. Neben der professionellen Arbeit externer Coaches können ausgewählte Mitarbeiter diese Arbeit anhand von Coachingbögen übernehmen. Sie durchlaufen dafür eine Ausbildung zu internen Coaches. Das bedeutet für Ihr Unternehmen regelmäßiges Coaching für alle Mitarbeiter.

Von diesen Instrumenten ist das Training-on-the-job (TOJ) abzugrenzen. Hier geht es um konkrete Verhaltensänderungen und das im laufenden Betrieb. Das ist dann sinnvoll, wenn die Vorraussetzungen der Mitarbeiter sehr unterschiedlich sind oder der Arbeitsanfall Trainingstage nicht im erforderlichen Umfang zulässt. Mit dem Mitarbeiter werden am Arbeitsplatz neue Verhaltensweisen trainiert, die beim Coaching nur beobachtet und unterstützt werden. TOJ ist das Training mit der höchstmöglichen Individualität.

Von den Coachings für Mitarbeiter unterscheiden sich die Coachings für Führungskräfte. Hier geht es darum, nicht nur die Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters zu steigern, sondern die Entwicklung über Fach- und Führungscoachings zu fördern.